Jetzt ist es amtlich. Ich ziehe in die große Rheinmetropole
Soweit so gut. Aber es wartet viel arbeit. Renovieren, Sachen aussortieren, Sachen packen, LKW mieten, alles einladen, über die Autobahn brettern, alles wieder ausladen, hochschleppen, aufbauen, auspacken und zurückbrettern. Motiviert bin ich schon, aber auch froh wenn ich alles hinter mir habe.
Da ich mein Blog die letzten Monate sehr vernachlässigt habe, naja okay wenn ich ehrlich bin hab ich es garnicht richtig angefangen das ich von vernachlässigt sprechen könnte, dachte ich mir es ist Zeit für einen neuen Anfang. Also neues Design. Und los gehts
Der leichte Gegendruck und das Gefühl wenn die Haut dann das erste Mal nachgibt
Wie wunderschön es aussieht wenn die Haut sich hinter der Klinge langsam öffnet und Blut zu sickern beginntIch habe klare Bilder vor den Augen
Meine Hände zitternEin Mann der gefesselt vor mir liegt. Panik in seinem Blick. Angst. Ehrfurcht. Ein silbernes Skalpell in meiner Hand. Ich halte es zwischen zwei Fingern und lasse es mit der Seite der Klinge wie eine Feder liebevoll über seine nackte Brust streichen
Seine Brust beginnt sich schneller zu heben und zu senken….Ich streiche mit der Seite des Skalpells über seinen Hals
Über das Kinn Die Lippen Dann nehme ich das Skalpell weg, beuge mich zu ihm runter…. küsse seine zitternden Lippen… Und bevor ich mich wieder aufrichte beiße ich zuIch schmecke sein Blut auf meiner Zunge
Sehe wie es ihm langsam über den Mundwinkel und das Kinn rinnt Wenn er mir dann in die Augen sieht nehme ich das Skalpell fest in die Hand und suche mir eine schöne Stelle .. vielleicht über dem Schlüsselbein Ich setze das Skalpell anUnd ritze mit sanftem Druck nur die oberste Hautschicht an…..
Dann schaue ich zu ihm und beobachte wie er mich ungläubig anstarrt Voller Abscheu, voller Angst, voller Entsetzten, voller RespektAm 24.03. 2009 hält unser Bundespräsident Horst Köhler eine Berliner Rede. Er spricht über die aktuelle Weltwirtschaftskrise. Da ich mir die Liveübertragung leider nicht ansehen konnte, habe ich den Text der Rede später gelesen. In meinen Augen wirkt sie sehr pathetisch, aber auch sehr ehrlich und bewegend. Köhler spricht darüber welche Probleme die Krise für die gesamte Weltbevölkerung bringt, zeigt aber auch auf das wir seiner Meinung nach die Krise als Chance begreifen sollen. Als Chance unsere Welt neu zu ordnen. Er spricht über Zusammenhalt, Freiheit, Gerechtigkeit und den Willen Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für das eigene Handeln und Verantwortung für die Konsequenzen die dieses für andere hat. Wir sitzen alle in einem Boot.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Botschaft da wo sie ankommen soll auch ankommt. Ich denke, das wäre schön . Aber ich denke auch das diese Hoffnung zu optimistisch ist.
Hier zum nachlesen, der Text der Berliner Rede vom 24.03.2009
Ich hatte direkt beim ersten mal schauen ein ziemlich bekanntes Bild vor Augen. Geht es euch auch so ?
Ein Video das mich fasziniert hat.Wieder und wieder!
Es ist samstagmorgen. Zwei Minuten nach Vier. Eigentlich ein Tag den ich frei haben sollte. Stattdessen wird in 43 Minuten mein Wecker klingeln. Arbeiten. Einspringen. Und statt im Bett zu liegen und zu schlafen, habe ich die Nacht damit verbracht einen Roman zu Ende zu lesen der mich unterhalten hat, sehr gut sogar, aber dessen tieferer Sinn mir wohl verborgen bleiben wird. Stattdessen hat mich die Frage danach was der tiefere Sinn des Romans (Was will uns der Autor damit sagen?) durch ein wirres Gedankenkonstrukt geführt hin zu der Frage die unausgesprochen immer im Hintergrund meines Lebens lauert : Wer bin ich eigentlich? Und was zur Hölle will ICH eigentlich?
Diese Frage konnte ich mir bisher, wenn ich ehrlich bin , nie beantworten.Oh ich war vieles…aber was davon wirklich Ich war, kann ich nicht sagen. Ich denke oft darüber nach was andere von mir und von dem was ich sage/tue/denke/lese/anziehe/esse/glaube/höre/kaufe/erlebe/arbeite denken.Ich will das mich die Menschen auf eine bestimmte Weise sehen. Nur kann ich mich nicht mir mir selbst darauf einigen welche Weise das sein soll. Ich war Diva, Punk, Gothic, grün, Zockerweibchen, Schlampe, Freundin, Kellnerin, Kassenkraft, Thekenschlampe, Burgerbraterin, Zeitungsmacherin, Onlineredakteurin, Tochter, Enkelin, Lügnerin, Betrügerin, Betrogene, Liebende, Geliebte, Sängerin, Tänzerin, Gitarristin, Klassikhörerin, Fachbuchleserin(in der freizeit!), Kampftrinkerin, Vegetarierin, Joggerin, ich war alles und nichts richtig.
Ich habe oft das Gefühl das das Leben an mir vorbei zieht. Alle Menschen um mich herum haben irgendetwas das sie zu tun lieben. Etwas, das sie wirklich können. Auf dessen Gebiet sie Experte sind. Bei jedem finde ich so ein „Lebensthema“ , nur bei mir fehlt noch die Schlagzeile über meiner Existenz.
Manchmal habe ich das Gefühl das mir noch irgendetwas bevorsteht. Etwas großes und wichtiges. Aber die meiste Zeit…fühle ich mich einfach nur unbedeutend, talentlos, naiv und dumm.
Ja dumm. Weshalb? Ganz einfach. Ich höre alle um mich herum über intelektuelles reden, über Literatur, Filme, das Weltgeschehen. Alles hört sich durchdacht, bodenständig und nach eigener, reflektierter Meinung an. Und wenn ich etwas dazu sagen soll? Nichts. Ich hab keine Ahnung von Literatur. Keine Kenntnisse über Kunstgeschichte. Selbst die aktuellen politischen Situationen in sagen wir mal dem Nahen Osten sind mir mehr oder minder fremd. Sicher ich weiß wer Goethe ist oder Schiller. Kenne Stücke von Bach oder Mozart. Ich war im Louvre und in den Uffizien. Im Haus von Leonardo da Vinci. Und ich habe die Flugzeuge ins World Trade Center fliegen sehen und weiß was darauf im Kampf gegen den Terror folgte. Aber das alles sind nur oberflächliche Schichten eines Themas die ich so dünn ankratze wie eine Nadel eine Schallplatte.
Ich weiß nicht wie ich mir eine eigene Meinung bilden soll. Ich werde von allen Seiten mit Erwartungen, Meinungen, Ideologien, Ansprüchen, Vorschriften und „so sollte es eigentlich sein“ eingedeckt, das ich darüber nicht mehr sagen kann welcher Gedanke tief aus meinem inneren selbst kommt. Welcher Wunsch wirklich mir entspricht. Welche Entschiedung wirklich MEINE Entscheidung ist. Ich habe in manch stillem Moment das Gefühl nicht selbst zu leben sondern gelebt zu werden. Dann sitze ich wie jetzt im dunkeln in meinem Bett, oder im Auto, oder ich stehe alleine draußen und rauche eine Zigarette. Und während ich dem blauen Dunst zu schaue, wie er sich langsam in die Unendlichkeit des Sternenhimmels verflüchtigt, bin ich schon wieder mittendrin in einer unendlichen Gedankenspirale die mich immer wieder zu derselben Frage führt…..
Wer bin ICH eigentlich?
fragen sie Ihren Arzt oder Apotheker?
Nunja wenn es euch Spass macht gerne. Sonst schaut doch einfach hin und wieder in Ajalana’s kleine Packungsbeilage des Lebens
Mehr in kürze.
Grüße Aja


